Der große Bluff – Meisterbetrüger der Geschichte

Hochstapler gelten als die Gentlemen unter den Kriminellen. Ihre Betrugsmaschen sind immer dreist, meist genial und oft einfach unglaublich.
Unglaublich, aber wahr.
Warum fallen wir immer wieder auf die Tricks der Meisterbetrüger herein?
Anhand der Coups dreier außergewöhnlicher Hochstapler beleuchtet der Film die Verführungsstrategien der großen Betrüger.

Sonntag, 12. August 2018, 19.30 Uhr auf ZDF

Details:

ZDF 2018
Länge: 43 Minuten
Regie: Philipp Grieß, Eike Schmitz
Buch: Philipp Grieß
Kamera: Philipp Grieß
Kameraassistenz: Gregor Reinbold
Schnitt: Mathieu Honoré
Musik: Achim Gieseler
Sounddesign & Mischung: Sebastian Reuter
Produktionsassistenz: Inês Achando, Franziska Hoffmann, Massimiliano Salino,
Fachberatung: Maria Konnikova, Eric Yung, Jeff Maysh, Matthew Brown, Franz Wegener
Sprecher: Gert Heidenreich
Redaktion ZDF: Bernhard von Dadelsen

mit
Loris Rizzo, Adam Morgan, Florian Wegner

Mehr Informationen auch auf der ZDF Seite erhältlich.

Der Schotte Gregor MacGregor ging 1820 mit dem paradiesischen Land „Poyais“ in Europa hausieren und sammelte von gutgläubigen Auswanderern ein Vermögen ein. Nur: Das verlockende Poyais gab es gar nicht. „Terra X“ recherchiert in Schottland beim MacGregor-Clan, wo der Vorfahr bis heute einen zweifelhaften Ruf genießt.

Diese Furcht der Opfer vor Hohn und Gelächter war es auch, die den Goldmacher Franz Tausend in der Weimarer Republik großmachte: Er verdiente Millionen mit der Verwandlung von krudem Metall in edles Gold. Ein Hokuspokus, den seine Opfer nur zu gern glaubten.

Und auch der Bluff des Ungarn Victor Lustig ist filmreif: Lustig verkaufte 1925 den Eiffelturm an einen Pariser Schrotthändler. Gezielt suchte er sich seine Opfer aus, schmeichelte sich ein, hörte ihnen zu – bis sie ihm vertrauten. Der Betrug war seinen Opfern so peinlich, dass keiner ihn anzeigte. Das Wahrzeichen von Paris als Alteisen zu verkaufen, das gelang nur dem charmanten, einfühlsamen Lustig. „Terra X“ begibt sich auf die Spur des schillernden Betrugskünstlers und fragt, was es mit seinem Manifest „Zehn Gebote für den Meisterbetrüger“ auf sich hat.

Die russisch-amerikanische Journalistin und Bestsellerautorin Maria Konnikova kommentiert in dieser „Terra X“-Dokumentation grandiose Betrügereien und verrät, warum der Betrug gar zum Wesen des Menschen gehört: „Wegen unserer Eigenschaft des Vertrauens. Denn was uns auf Hochstapler hereinfallen lässt, ist genau das, was uns als Menschen ausmacht.“